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ZEITGESCHICHTE 

Udo Lindenberg am Grenzübergang Potsdamer Platz

Panzer, Fäuste und Soldaten – Vor 25 Jahren scheiterte der Augustputsch in Moskau!

Kaum ist die Deutsche Wiedervereinigung verdaut, schon steht der Sowjetunion im Frühjahr ein weiterer politischer Umbruch bevor: Michail Gorbatschow wird zum 13. Präsidenten der UdSSR gewählt. Sein oberstes Ziel ist es, den Einparteienstaat durch Reformierung und Demokratisierung zu neuer Größe zu verhelfen. Es gilt den Zerfall der Staatenunion zu stoppen.

 

Doch Gorbatschows Politik des Systemumbaus (Perestroika) und der Öffnung gegenüber der Bevölkerung (Glasnost), die bereits seit 1985 andauert, findet nicht bei allen Funktionären Anklang. So spitzt sich die Lage in der zentralistisch regierten Sowjetunion im Sommer 1991 zu: Mitglieder der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU), in der Gorbatschow selbst Generalsekretär ist, lehnen die Umstrukturierungen strikt ab. Noch bevor ein neuer Unionsvertrag der Teilrepubliken am 19. August 1991 unterschrieben werden kann, wird der Präsidenten von Abgeordneten aus den eigenen Reihen auf der Krim festgehalten – in Moskau sein Rücktritt erklärt.

 

Am Tag der Vertragsunterzeichnung fahren in der russischen Hauptstadt Panzer vor – Funktionäre aus KPdSU und dem russischen Geheimdienst (KGB) greifen gemeinsam das Parlamentsgebäude, das Weiße Haus, an. Sie wollen den Präsidenten endgültig stürzen und die Macht an sich reißen. Nur durch die maßgebende Beteiligung des Politikers Boris Jelzin, Priestern der orthodoxen Kirche und dem aufständischen Volk am Protest, kann der Putschversuch schließlich am 21. August 1991 erfolgreich niedergeschlagen werden. Nach drei Tagen des Widerstandes beklagen die Moskauer jedoch drei Opfer, denen am 24. August in einem Trauermarsch gedacht wird.

 

Fotojournalist Daniel Biskup hat den politischen Umbruch in Russland wie kein Zweiter mit seiner Kamera festgehalten. 1962 in Bonn geboren und dort aufgewachsen, begeistert er sich schon seit seiner frühen Jugend für Fotografie. Noch als Student der Politikwissenschaften reist er 1988 das erste Mal nach Russland. Die politischen Entwicklungen fesseln ihn jedoch so sehr, dass er das Land immer wieder besucht, um die dortigen Lebensverhältnisse und das Zeitgeschehen zu dokumentieren.

 

Die Fotografie ‚Putsch in Moskau 1’ (1991) von Daniel Biskup zeigt Moskauer Bürger, die zum Zeichen des Widerstandes gegen die Putschisten die Fäuste erheben. 

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