Ciril Jazbec

Ciril Jazbec

Ciril Jazbec ist leidenschaftlicher Dokumentarfotograf, der für seine Fotografie auch an seine persönlichen Grenzen geht. Er besucht Orte, an denen das Leben hart und rau sein kann: zum Beispiel Alaska, Grönland und Kiribati, ein Inselstaat im Pazifik. Orte, die oft geprägt sind von Wetter-Extremen, Abgeschiedenheit und den Überlebensängsten der Menschen, die dort beheimatet sind. Jazbec portraitiert Gemeinschaften, die mit den Folgen der Globalisierung und des Klimawandels konfrontiert sind. Sein Ziel ist dabei immer, das Positive herauszuarbeiten, den „Hoffnungsschimmer“ wie er es gerne nennt. Jazbec wurde 2015 für seine Arbeiten von der weltbekannten Fotoagentur „Magnum Photos“ zu einem der 30 wichtigsten Dokumentarfotografen unter 30 Jahren gekürt. Er ist unter anderem Gewinner des „Leica Oskar Barnack Award“ und des „National Geographic Award“.

Ciril Jazbec ist gebürtiger Slowene (*1987). Er wächst in einer ländlichen Gegend umgeben von Wäldern unweit von Ljublijana auf. Mit Fotografie kommt Jazbec das erste Mal in der Grundschule in Berührung, als er mit seiner Klasse eine Dunkelkammer renoviert. Damals schenken ihm seine Eltern seine erste Kamera: Jazbec experimentiert, ist wissbegierig und tritt einem Fotografie-Club bei. Doch die fotografische Ausbildung in Slowenien steckt zu dieser Zeit in den Kinderschuhen, weshalb Jazbec, dessen Eltern Unternehmer sind, zunächst ein Management-Studium absolviert. Die Fotografie wird ihn während des Studiums weiter begleiten. Er findet Wege, sein Interesse für globale wirtschaftliche Zusammenhänge und für die Dokumentarfotografie zu einen. Noch heute profitiert er, wie er selbst sagt von dieser Ausbildung. So plant er etwa 2015 nach Kenia zu reisen, um junge Unternehmer zu fotografieren: „ein neues Afrika und die Revolution der jungen Generation“.Nach seinem ersten Studienabschluss beginnt sich sein fotografisches Profil zu schärfen. Immer wieder sind es naturbezogene Themen, die ihn beschäftigen: der Klimawandel und seine Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, Orte, an denen Tradition auf Moderne trifft. „Ich bin umgeben von Natur großgeworden“, erzählt Jazbec. „Starke Kontraste und klare Linien faszinieren mich. Ich mag die natürliche Art, wie sich Licht verhält und das versuche ich in meiner Arbeit abzubilden. Bei Fotografie dreht sich einfach alles um Licht.“Der Fotokünstler zieht wenig später nach London, studiert „Fotojournalismus und Dokumentarfotografie“ am London College of Communication. Das Masterstudium schließt er 2011 erfolgreich ab. Was folgt sind zahlreiche Arbeiten, die weltweit für Aufmerksamkeit sorgen. Jazbecs Fotografien werden in der New York Times, im Reader’s Digest und National Geographic ebenso veröffentlicht wie im Magazin Der Spiegel, GEO Deutschland und GEO Frankreich. Seine preisgekrönten Serien „Kiribati is gone“ und „On thin ice“ zeigt er bei Salz und Silber. „Für mich ist es wichtig, in die Welt einzutauchen, die ich fotografiere“, erklärt Jazbec seine Arbeit. Für die Serie „On thin ice“ ist er bereits viermal nach Grönland geflogen. Jazbecs letzte Reise dauerte über sieben Wochen, in denen er mit den Menschen eines 200 Einwohner großen Dorfs zusammenlebte, sie intensiv kennenlernte. „Es bedeutet mir viel, an diesen Langzeit-Projekten zu arbeiten. Die Bilder spiegeln nicht nur die Lebensbedingungen in Grönland wieder, sondern auch meine Wahrnehmung des Klimawandels als Künstler, meine Gefühle und meine Vision.“ Jazbec will mit seiner Arbeit aufklären, Fragen provozieren und unser kulturelles Gedächtnis prägen. Mit seiner Frau lebt Jazbec derzeit in Slowenien.
   

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