Maziar Moradi

Maziar Moradi
Maziar Moradi ist mehr als ein Fotograf. Er ist Geschichten-Erzähler, Beobachter, Zuhörer, Inszenierer. Ursprünglich kommt der Berliner Künstler aus der Reportage-Fotografie. Heute hat er sich ganz der inszenierten Fotografie verschrieben. Stipendiat der Stiftung Kulturwerk VG Bild-Kunst, Otto-Steinert-Preisträger, ausgezeichnet mit dem Förderpreis für Dokumentarfotografie der Wüstenrot Stiftung und Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGph) – Moradis Liste an Ehrungen, Auszeichnungen und Stipendien ist lang. Seine prämierten Serien „1979“ und „Ich werde deutsch“ zeigt Fotograf Moradi bei Salz und Silber.
 
Maziar Moradi ist Deutscher. Und Iraner. 1975 wurde er in Teheran geboren, besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Moradi wuchs in Hamburg auf. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Moradi selbst sagt über sich, er sei „neu-deutsch“, „multikulti“, beeinflusst durch die verschiedensten Kulturen.
 
Mit elf Jahren kam Maziar Moradi nach Deutschland. Seine Geschichte und die Geschichte seiner Familie erzählt er in seinen Bildern. Das bestimmende Thema seiner Arbeit ist Migration. Das zeigt zum Beispiel seine mit dem Otto-Steinert-Preis prämierte Serie „1979“.
 
Erst durch das Studium an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg fand Moradi zur Fotografie. Ursprünglich wollte er zum Film: Ihn faszinierten große Geschichten, die bis in das letzte Detail durchdacht inszeniert werden. Seine Leidenschaft für Filme ist heute ein Teil seiner Fotografie und wie er selbst sagt, „womöglich der Grund für meine inszenierten Werke.“
 
Die Arbeit an einer Fotografie beginnt bei ihm immer mit einem Schlüsselmoment im Leben einer Person, der Moradi begegnet. Wenn ihn die Geschichte einer Person fesselt, beginnt er seine Gedanken umzusetzen. Dann arrangiert er, komponiert, inszeniert – und zwar so opulent, dass sich eine ganze Geschichte in der fotografierten Szenerie entfaltet. Eine Erzählung, die viel mehr zeigt, als der Moment, den er mit seiner Kamera festhält.  
 
Maziar Moradi hat als deutsch-iranischer Künstler stets seine Wurzeln im Blick. „Meine Arbeit hat immer auch Bezug zu dem, was ich bin und was mich ausmacht“, erzählt er. „Es spiegelt aber nicht nur mein persönliches Empfinden wieder, sondern die wichtigsten Momente im Leben einer anderen Person, die sich zu inszenieren lohnen.“ 
   

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